Intensivpflegestation Krankenhaus – Dornbirn

Bei intensivmedizinischer Betreuung handelt es sich neben chirurgischen Eingriffen wohl um die zeitintensivste Form der Versorgung, die ein Krankenhaus zu leisten hat. Intensivpatienten befinden sich vielfach in Grenzbereichen und sind existenziell auf das komplexe Zusammenspiel von leistungsfähiger Medizintechnik und erfahrenem, hochmoti-viertem Personal angewiesen.

Als Architekt mit diesen Zusammenhängen konfrontiert, erkennt man rasch die Bedeutung einer sorgfältigen Beobachtung und Erfassung aller räumlichen und funktionellen Bedürfnisse bei der Betreuung der Patienten. Im gestalterischen Bereich geht es weniger um die Umsetzung einer prägnanten architektonischen Botschaft, als um den Aufbau einer subtilen Stimmung zwischen Beruhigung und Anregung. Dabei gilt es der unterschiedlichen Wahrnehmung durch Patienten einerseits, sowie Ärzte und Pflegepersonal andererseits gerecht zu werden. Hier treffen ein intensives Ruhebedürfnis und bisweilen stressbetonte Aktivität als Gegensätze aufeinander. Zudem soll das Ambiente trotz der Präsenz medizintechnischer Apparaturen auf Besucher und Angehörige freundlich und entspannend wirken.

Farbe, Licht und Materialwahl streben eine optimistische Grundstimmung an, zurückhaltende Bildbotschaften zwischen Natur und Abstraktion sollen sinnliche Anregung sein und das Wohlbefinden steigern. Funktionalität erleichtert die Arbeit, hilft unnötigen Stress zu vermeiden, damit das Personal wenig Energie für Routinetätigkeiten aufwenden muss und sich möglichst viel Zeit für die Patienten nehmen kann.

Baudaten

Ausführung 2005-2006 Nutzfläche ca. 600 m²