Feuerwehr Frastanz

Die zahlreichen Feuerwehrhäuser der Neunzigerjahre sind der beste Beweis, dass die Vorarlberger Architektur die öffentlichen Bauaufgaben erobert hat. Wie üblich ist auch das Feuerwehrhaus der Marktgemeinde Frastanz in Walgau aus einem Wettbewerb hervorgegangen. G & H fassen den Bau als öffentliche Manifestation auf, der einer ausgeprägten Manifestation im öffentlichen Raum bedarf; die exponierte Lage an der Bahnhofstraße ist für diesen Zweck gut geeignet. Die topographische Situation ist außergewöhnlich: das Grundstück liegt tiefer als die von der Ortsmitte her fallende Bahnhofstrasse, etwa höhengleich wie der Bahnhof visà- vis. Dadurch bietet jeder Bau an dieser Stelle je nach Standpunkt, somit nach Höhenlage, unterschiedliche Ansichten. G & H organisierten die Nutzflächen Auf zwei Ebenen: auf einer oberen für Parkierung, Verwaltung, Schulung und gesellige Nutzung, auf der unteren für Vorfahrt, Halle, Kommando, Service und Lager. Der Nutzungsschichtung folgt die Ausprägung des Baukörpers: der Sockel ist massiv gehalten, über dem der Leichtbauteil liegt. Der Sockel steckt gleichsam im Hang, der Aufsatz kragt talseitig aus. Der Turm schließt die zweifach abgewinkelte Figur des Baukörpers signalartig ab. Der Vorhof stellt sich von der Straße arenaartig dar, ist somit ein gutes Szenario einer gemeinschaftlichen Anlage.

Baudaten

Bauherr Marktgemeinde Frastanz
Ausführung 1999–2000
Umbauter Raum 8.925 m³
Bruttogeschoßfläche 2.071 m²
Nettofläche 1.546 m²

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Award

2001 Auszeichnung 4. Vlbg. Bauherrenpreis