Atelier Marxer - Nendeln FL

Zu einem unauffällig-banalen Haus der Siebzigerjahre war ein Atelierhaus für den als spätberufenen Künstler wirkenden Bauherrn verlangt. Konstruiert ist der im Siedlungsraum in seiner Kargheit auffällige, aufgeständerte Kasten aus zehn Zentimeter starkem, massivem Tannenholz. Gegenüber dem einfachen und harten architektonischen Ansatz hatte die Baubehörde keine Bedenken, obwohl der Altbau ein Vertreter eines in der Bevölkerung geschätzten, regionalen Bautyps ist: des vielerorts zu sehenden „Dökterle-Hauses“. Das Atelier hat südseitig einen zweigeschossigen Arbeitsraum und nordseitig zwei eingeschossige Mehrzwekkräume. Vor Sonne schützt ein vorgespanntes Segel. Die Akustik des Holzleimbaus ist außerordentlich. Verbunden ist das Atelier mit dem Bestand über eine verglaste „Wohnbrücke“, die zugleich auch den alten Wohnbereich aufwertet.

Baudaten

Bauherr Werner Marxer
Ausführung 1991–1992
Umbauter Raum 353 m³
Bruttogeschoßfläche 122 m²
Nettofläche 69 m²

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